Wilhelmshaven – Kurzurlaub in Niedersachsen

Wilhelmshaven ist sicherlich nicht die bekannteste Stadt in Norddeutschland. Ihre Lage direkt an der Nordsee am Jadebusen in einer großen Meeresbucht hat den Ausschlag gegeben. Es sollte mal wieder für ein Wochenende raus aus den Alltag und rein an die frische Meeresluft gehen. Ich liebe solche Kurzurlaube, sie machen den Kopf frei und man sieht etwas anderes – einfach Urlaub im Minimum.

Wilhelmshaven

Wilhelmshaven Wilhelmshaven

Mit unserem gebuchten Nordseehotel hatten wir einen Volltreffer gelandet. Es lag direkt am Deich, wir mussten nur über die Straße gehen, Stufen hoch und die Nordsee lag uns zu Füßen. Ich habe noch nie so dicht am Wasser gewohnt 🙂 Daran kann ich mich gewöhnen.

Wilhelmshaven

Wilhelmshaven bietet viele Parkmöglichkeiten was für eine Stadt schon selten ist. So konnten wir mitten in der City starten. Wir parkten genau gegenüber des Denkmals von Kaiser Wilhelm, dem Namensgeber der Stadt, wenn das kein gutes Zeichen ist.

Kaiser Wilhelm Wilhelmshaven

Das Wahrzeichen der Stadt Wilhelmshaven ist zweifelsfrei die Kaiser-Wilhelm-Brücke, eine zweiflügelige Straßendrehbrücke aus Stahl. Die Brücke hat eine Spannweite von 159 m, ist 8 m breit und wurde als größte Drehbrücke Deutschlands von 1905 – 1907 gebaut. Die Brücke verbindet die Südstadt und den Südstrand sowie die südlichen Hafenanlagen.

Kaiser Wilhelm Brücke Kaiser Wilhelm Brücke Kaiser Wilhelm Brücke

Das Öffnen und Schließen der Brücke ist ein sehr interessantes Schauspiel. Kaiser Wilhelm Brücke

Auf beiden Seiten der Brücke stehen jeweils 2 backsteinerne Brückenhäuser. Kaiser Wilhelm Brücke

Gehst du über die KW-Brücke gelangst du direkt an den schönen Südstrand mit seiner langen Promenade. Cafés, Biergärten und Restaurants laden zum Draußen sitzen ein und was mir besonders gut gefallen hat: die Strandkörbe am Wasser waren noch verschlossen, die an der Promenade aber offen und du kannst dich nach dem Flanieren dort reinsetzen.

Promenade Wilhelmshaven Promenade Wilhelmshaven

In der Nähe vom Südstrand liegen das Aquarium , das Besucherzentrum Wattenmeer     sowie das Deutsche Marinemuseum .Wir waren zeitlich zu spät im Besucherzentrum und konnten nur noch eine Aufnahme im Vorraum machen. Das ausgestellte fleischfressende Säugetier kannte ich bis dahin auch noch nicht. Es handelt sich um ein Andrewsarchus , gelebt vor über 35 Millionen Jahren.

Wilhelmshaven

Das Marinemuseum bietet unter anderem auch eine Hafenrundfahrt an, die durch das Marinearsenal führt. Seit 1957 befindet sich auf dem ehemaligen Werftgelände ein Marinearsenal der Deutschen Marine. Das Ticket kannst du einzeln oder als Kombiticket mit Besuch des Museums buchen. Im Marinearsenal dürfen keine Fotos gemacht werden, aber während der Fahrt durch den Hafen ist Fotografieren möglich. War eine tolle Fahrt.

Wilhelmshaven Wilhelmshaven Wilhelmshaven

Das Freigelände des Marinemuseums beinhaltet eine große Ausstellung angefangen von der Schiffsschraube bis zum ausgemusterten Schiff.

Marinemuseum Wilhelmshaven Marinemuseum Wilhelmshaven Marinemuseum Wilhelmshaven Marinemuseum Wilhelmshaven

Nach unserer Rundfahrt sind wir am Hafen entlang zurück zur Innenstadt gelaufen. Die Wilhelmshavener Häfen bestehen aus verschiedenen Hafenanlagen und wir sind am Bontekai entlang gelaufen.

Wilhelmshaven

Dort liegt das Museumsschiff Kapitän Meyer fest verankert. Die Kapitän Meyer ist das letzte erhaltene seegehende Doppelschrauben-Dampfschiff in Deutschland.

Kapitän Meyer Wilhelmshaven

Direkt daneben steht das Feuerschiff Weser, das heute auch ein Museumsschiff ist. Ende 1981 hat die Weser als letztes Feuerschiff ihren Dienst eingestellt.

Schiff Weser Wilhelmshaven

Zum Abschluss kamen wir an der Deichbrücke, eine ungleicharmige Drehbrücke, die den Ems-Jade-Kanal überquert, vorbei. Sie wurde 1908 errichtet.

Deichbrücke Wilhelmshaven Deichbrücke Wilhelmshaven

So endete unser erster Tag in Wilhelmshaven.

Ich wollte schon immer einmal den Sonnenaufgang morgens am Wasser erleben. Am Sonntag saß ich tapfer schon um 04.45 Uhr am Deich, die Sonne ging auch irgendwo auf, aber nicht vor meinen Augen. Durch die vielen Wolken und dem grauen Himmel war echt nichts zu erkennen, nur zwischen dem Öltanker und der Brücke kannst du einen ganz kleinen Schimmer sehen ….

Wilhelmshaven

Nach dem Auschecken im Hotel wollten wir uns gern noch den Rüstringer Berg mit der Erinnerungsstätte „Seefrieden“ für Angehörige von Seebestatteten ansehen. Also brav ins Navi eingegeben und losgefahren, nur um festzustellen, dass wir diesen Berg fast vor der Haustür hatten. Er lag nur ca. gute 800 m von unserem Hotel entfernt.

Diese Gedenkstätte ist einmalig an der Nordseeküste und existiert erst seit 2011. Ausgerichtet ist sie mit Blick auf die Nordsee und sie liegt knapp 10 m über dem Meeresspiegel.

Rüstringer Berg Wilhelmshaven Rüstringer Berg Wilhelmshaven

Weiter ging es zur Sibetsburg, die als ein Touristisches Ziel für Wilhelmshaven angegeben wurde. Was wir aber dann sahen, war doch sehr wenig. Die Sibetsburg war ursprünglich eine Seeräuberburg gewesen. Heute findet man nur noch ganz wenige Überreste.

Sibetsburg Sibetsburg Sibetsburg

Unseren letzten Halt legten wir beim dem Werfttor ein. Das Historische Werfttor befindet sich im Arsenalhafen an der Gökerstraße. Das Tor war früher das Haupttor der Kaiserlichen Werft – dem heutigen Marinearsenal – gewesen und wurde Ende des 19. Jahrhunderts im Neo-Renaissance-Stil erbaut.

Werfttor Wilhelmshaven

Nachdem wir am Samstag und auch den Sonntag bis mittags nur die verschiedenen Graunuancen am Himmel in Wilhelmshaven sahen, haben wir unsere Rückfahrt vorgezogen und einen kurzen Abstecher in Bremen eingelegt.

Bremen

Die Freie Hansestadt Bremen ist mit 550.000 EW die zehntgrößte Stadt in Deutschland, wer hätte das gedacht.

Bei unserem Besuch fand gerade das „Lady Run Rennen“ statt mit 1700 Teilnehmern, die durch die Innenstadt gelaufen sind. Aufgrund des Rennens waren viele Straßen abgesperrt und der komplette Marktplatz, um den sich viele Sehenswürdigkeiten befinden, war zugestellt mit Buden, Zelten, Ständen und hier befand sich auch der Start- und Zielpunkt. Wir konnten von den Sehenswürdigkeiten nur wenig sehen. Ich lasse die Bilder für sich sprechen. Wir müssen also noch einmal nach Bremen reisen 🙂

 

Warst du schon einmal in Wilhelmshaven gewesen? Was hat dir am besten gefallen?

 

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2 Kommentare

  1. Liebe Renate,

    gern geschehen. Ich liebe diese Kurzurlaube, sie sind erholsam.
    Ich hatte mir garnicht so viel von Wilhelmshaven versprochen, umso
    schöner war der Tripp. Bremen möchten wir uns auf jeden Fall
    einmal ansehen, wenn kein Rennen ist 🙂 Der kurze Einblick hat
    uns schon gut gefallen.

    LG
    Iris

  2. Liebe Iris,

    vielen Dank für die schönen Bilder und Tipps. Es ist doch immer schön im Norden! In Wilhelmshaven und Bremen war ich noch nicht, steht noch auf der Liste. Bisher bin ich in Bremen immer durchgefahren (auf dem Weg nach Hamburg). So ein Kurzurlaub hat doch etwas und kann auch gut an einem Wochenende gemacht werden.

    Liebe Grüße
    Renate

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