Städtetrip Wernigerode im Harz und zu Besuch auf dem Brocken

Du wolltest schon immer einmal im Winter in den Harz und den Brocken mit seinem Schneekleid besuchen? Das wollten wir auch und haben es letztes Wochenende gemacht. In den Reiseplänen für 2017 war die Fahrt in den Harz erst für den Februar geplant bzw. es stand die Entscheidung zwischen Erfurt und Harz … aufgrund des Schnees hat der Harz das Rennen gemacht und manchmal kommt es eben früher 🙂
Letztes Jahr waren wir in der schönen Fachwerkstadt Quedlinburg und diesmal sind wir in der bunten Stadt Wernigerode gelandet. Die Stadt liegt im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt und hat über 30.000 Einwohner. Die Nähe zum Brocken war für uns der ausschlaggebende Punkt für die Wahl gewesen.

Meine Tipps für Wernigerode
Um dir einen schönen Überblick zu verschaffen, empfehle ich dir einen Rundgang durch die Altstadt. Am besten startest du am Marktplatz, der mit seinem Rathaus, dem Wohltäterbrunnen und dem schönen Fachwerk unverkennbar und ein absolutes „must see“ ist.

Rathaus Wernigerode

Das Rathaus wurde um 1420 als gräfliches Spielhaus zur Vergnügungsstätte errichtet und diente auch als Handels- und Gerichtsort. Später gegen 1498 bekam der Fachwerkbau zwei den Eingang flankierende Erker, die das Rathaus einzigartig machen. Heute befindet sich dort die Stadtverwaltung. Das Rathaus mit Ratssaal, Ratswaage, Trauungszimmern und dem Dachboden kann im Rahmen einer Rathausführung besichtigt werden.

Wohltäterbrunnen

Vor dem schönen Rathaus befindet sich der wunderschöne Wohltäterbrunnen, der in 1848 in einer Eisengießerei gegossen wurde und an Menschen erinnern soll, die sich um das Wohl der bunten Stadt Wernigerode verdient gemacht haben.

Altstadt Wernigerode

Wernigerode liegt an der Deutschen Fachwerkstraße und ist einer der schönsten Fachwerkstädte im Harz. Du wirst bei Deinem Spaziergang durch die Altstadt auf ein reiches Fachwerkidyll treffen.

Schiefe Haus in Wernigerode

Das Museum „Schiefe Haus“ hat mit 7 % eine starke Neigung. Das Haus in der jetzigen Ansicht wurde 1680 gebaut, war aber damals noch nicht in der Schieflage. Die Strömung des offenen Mühlgrabens hat die Grundmauer umspült und daraufhin senkte sich die Ostfassade des Hauses. So entstand das „Schiefe Haus“. Gegen eine Gebühr von 1,00 € kannst du das Museum besichtigen. Balken, Boden, etc. sind schief und du wirst die Lage am Gleichgewicht merken. Wir haben uns das Schiefe Haus angeschaut und waren – da es sehr klein ist – auch nach kurzer Zeit wieder draußen. Es ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Weitere Infos findest du hier.


Die alte Stadtmauer

Früher wurde Wernigerode von einer Stadtmauer, die von Türmen und Toren unterbrochen wurde, geschützt. Heute sind nur noch zwei Türme und das Westerntor erhalten geblieben.


Das kleinste Haus

In Wernigerode steht das kleinste Haus, das aufgrund seiner geringen Größe sehr bekannt ist. Errichtet wurde das Haus in 1792 in einem damaligen Handwerkerviertel. Das Haus hat eine Traufhöhe von 4,20 m. Bis zu elf Personen sollen in dem Haus gleichzeitig gewohnt haben. Das Haus war bis 1976 bewohnt, heute befindet sich dort ein kleines volkskundliches Museum. Die Öffnungszeiten und weitere Informationen kannst du hier nachlesen.


Schloss Wernigerode

Das Schloss ragt von weitem schon heraus und du kannst es vom Stadtkern bereits sehen.

Früher war es ursprünglich eine mittelalterliche Burg. Im 16. Jh. wurde die Burg zu einer Renaissancefestung umgebaut und im 17. Jh. erfolgte der Umbau zum Schloss. Seit 1930 ist das Schloss teilweise der Öffentlichkeit zugänglich und kann besichtigt werden. Weitere Infos zum Schloss.


Museum für Luftfahrt und Technik

Das Luftfahrtmuseum ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Du siehst dort restaurierte Flugzeuge, Helikopter, Geräte, Cockpits, Triebwerke und noch viel mehr. Größtenteils beschäftigt sich das Museum in seiner Ausstellung mit der Fliegerei nach 1945. Da dem Museum auch der Technikbereich angehört kannst du restaurierte Automobile und auch ein Tauchgerät besichtigen. Die Ausstellung erstreckt sich über 4 Hallen und du findest rund 1000 Ausstellungsstücke. Für Preise und Öffnungszeiten schau hier nach.

 

Der Brocken – Winterwunderland auf 1.141 m

Am nächsten Tag ging es mit der Harzer Schmalspurbahn zum Brocken. Man kann natürlich auch zu Fuß zum Brocken wandern, wir wollten jedoch schon länger diese Bahnfahrt machen und es war einfach klasse. Da wir nur einige Stunden für den Brocken hatten, haben wir den Zustieg nicht so weit entfernt gewählt, um noch Zeit auf dem Berg zu haben.


Wir sind im Ort Drei Annen Hohne zugestiegen und die Durchsage am Bahnhof sagte uns bereits, dass die Brockenbahn sehr voll sei und man eventuell keinen Sitzplatz mehr bekommt. So war es dann auch und wir standen während der Fahrt zum Brocken draußen zwischen den Waggons auf den schmalen Stegen. Was soll ich sagen…ich war dankbar, dass der Zug so voll war. Es war eine super schöne Fahrt mit dem tollsten Ausblick, den ich erlebt habe. Du nimmst den dichten Wald mit seinen schneebedeckten Bäumen viel bewusster wahr, siehst die Lichtungen und hast einen traumhaft schönen weiten Blick über den Harz. Diese klare Aussicht hätten wir nicht im Waggon gehabt.


Als wir „Fußlahmen“ oben angekommen sind, werden wir mit einem traumhaften Ausblick bei schönstem Kaiserwetter über den Harz belohnt. Der Brocken im Mittelgebirge ist mit 1.141 m der höchste Berg im Harz. Auf dem Berg befinden sich mehrere Sendeanlagen, die leider nicht so zum Bild passen, aber den Rundumblick und die Aussicht keinesfalls trüben. Der Brocken ist ein beliebtes Ausflugsziel und gut besucht. Auf dem Berg finden sich neben Wanderer, Bahnfahrer, auch viele Ski- und Schlittenfahrer, die die Aussicht und die Abfahrt genießen wollen.


Zum Gipfel fährt seit 1899 die schmalspurige Brockenbahn mit Unterbrechung aufgrund der Deutschen Teilung. Du kannst nur die Hinfahrt zum Brocken wählen und den Abstieg zu Fuß oder eine Hin- und Rückfahrt wählen. Wir haben aufgrund der engen Zeitschiene eine Hin- und Rückfahrt gewählt, da wir noch eine längere Heimreise vor uns hatten. Auskünfte, Preise, Fahrpläne, usw. zur Harzer Schmalspurbahn kannst du hier nachsehen.

Was wir so zwischen den Bäumen und im Wald gesehen haben, hat uns gezeigt, dass wir beim nächsten Besuch wenigstens den Abstieg zu Fuß vornehmen sollten, um die schöne winterliche Landschaft noch mehr aufnehmen zu können.

Impressionen von Wernigerode und vom Brocken auf den Harz

Die Reise ging leider viel zu schnell vorbei, aber der Besuch im Harz hat sich gelohnt. Ich glaube, wir werden auch ein drittes Mal in den Harz reisen.

Warst du schon einmal im Harz gewesen? Hast du den Brocken besichtigt? Wie hat es dir gefallen? Schreib es mir gern in den Kommentaren.

6 Kommentare

  1. Ein toller Beitrag, der mich überzeugt hat, dass wir noch einmal in den Harz müssen. Wir waren vor ein paar Jahren, leider bei sehr schlechtem Wetter, in Wernigerode. Wirklich sehr sehenswert. Der Brockenbesuch musste damals nur ausfallen….
    Liebe Grüße

    • Hallo Manuela,

      vielen Dank. Ich kann dir den Harz
      echt empfehlen. Es war superschön
      in Wernigerode und der Brocken ist klasse.

      LG
      Iris

  2. Hallo,
    danke für diesen Blogbeitrag. Ich war ja am gleichen Wochenende in Wernigerode, aber nicht auf dem Brocken. Von Drei Annen Hohne bin ich selbst schon einmal auf den Brocken gefahren und vom Torfhaus auch schon mehrfach hoch gewandert…
    Übrigens sah es aus der Ferne so aus, als läge auf dem Brocken gar kein Schnee…

    • Hallo Diana,

      wenn wir mehr Zeit gehabt hätten, dann wären
      wir wenigstens zurück gelaufen. Ging aber leider
      nicht, da wir noch eine längere Heimfahrt hatten.
      Ich kann mir gut vorstellen, dass der Lauf durch
      den Harz ein tolles Erlebnis ist.
      Es lag sehr viel Schnee auf dem Brocken und sah
      super aus.

      LG
      Iris

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