Cochem – so schön ist es an der Mosel

Cochem – die bekannte Stadt an der Mosel war kürzlich mein Ziel gewesen. Die Mosel und die Orte rundherum sind durch die Weinberge, dem Wein natürlich und den Wanderwegen bekannt, aber die Kreisstadt Cochem hat noch viel mehr zu bieten. Einiges davon zeige ich euch jetzt.

Obwohl es ein Samstag war, gab es direkt am Moselufer gegenüber des Endertplatzes noch Parkplätze. Der Tag fing schon einmal gut an. Leider hatte sich die Sonne größtenteils freigenommen und es herrschte eine graue Wolkenwand, die ab und zu auch noch Regen durchgelassen hat. Der Laune hat es aber nicht geschadet. Auf der anderen Straßenseite entdeckte ich die Touristen-Information – ein sehr schönes Gebäude – bei der ich mich gleich mit einem Stadtplan eindeckte. Es konnte losgehen.

Tourist-Info Cochem

Ein Spaziergang durch Cochem

Die Altstadt von Cochem beginnt bereits am schönen Endertplatz. Bei meinem Besuch herrschte gerade Markt und zahlreiche Stände haben zum Bummeln eingeladen.

Markt Cochem Markt Cochem

Was mir sofort auffällt, sind die engen Gassen und die alten Fachwerk-Giebelhäuser, die in den Ortskern führen.

Fachwerk Cochem Gassen Cochem

Nachdem ich durch die Gassen geschlendert bin, komme ich mitten auf dem Marktplatz mit dem Martinsbrunnen und ebenfalls schönen Fachwerkhäusern raus.

Marktplatz Cochem Martinsbrunnenn Cochem

Ein farbenfrohes Gebäude ziert diesen Platz. Es handelt sich um das in 1739 im Barockstil erbaute Rathaus.

Rathaus Cochem

Der Ortskern lädt an vielen Stellen mit Weinprobierständen ein. Als Autofahrer war es an diesem Tag leider nicht möglich, das Angebot zu nutzen. Das sollte natürlich nachgeholt werden.

Weinprobe Cochem

Zwischen den Gassen ragt der Turm der kath. Pfarrkirche St. Martin empor. Die dreischiffige Hallenkirche wurde im 15. Jh. erbaut, in 1736 erneuert und in 1955 erweitert. Ausgestattet ist die Kirche mit vielen schönen alten Heiligenfiguren sowie eine Reliquienbüste des hl. Martin.

Kirche Cochem Kirche Cochem

Ich komme bei meinem Weg auch an dem Enderttor vorbei. Das Enderttor ist das mächtigste der drei noch erhaltenen Stadttore von Cochem. Daneben gibt es noch das Martinstor und das Balduinstor.

Enderttor

Ein schöner Weg von der Moselpromenade zum Marktplatz.

Weg durch Cochem

Mosel

Mein Spaziergang führt mich wieder zurück an das Moselufer. Ich möchte gern eine Schifffahrt auf der Mosel machen, um mir die Weinberge, die Landschaft und die Stadt Cochem vom Wasser aus anzusehen.

Mosel Cochem Weinberg Cochem Moselufer Cochem

Die Mosel ist mit 544 km Fließstrecke der zweitlängste Nebenfluss des Rheins. Der Fluss entspringt in den Vogesen, fließt durch Frankreich, Luxemburg, Deutschland und mündet bei Koblenz in den Mittelrhein.

Mosel

Schifffahrt

An der Moselpromenade steige ich passend zur Fahrt in die „Moselprinzessin“ ein. Die Personenschifffahrt Gebr. Kolb bietet viele verschiedene Moselfahrten an – von der Rundfahrt, über Tagesfahrt bis zur Eventfahrt. Die Abfahrten erfolgen an unterschiedlichen Stationen, sodass du nicht an einen Ort gebunden bist. Nähere Informationen zum Angebot der Personenschifffahrt kannst du hier nachlesen.

Mosel-Prinzessin

Die einstündige Mosel-Rundfahrt gibt uns schöne Blicke auf Cochem, auf die Reichsburg und auf die zahlreichen Weinberge, die sich entlang der Mosel befinden.

Blick auf Reichsburg Cochem Moselufer Cochem Weinberg Cochem

Die Fahrt führt vorbei am Kloster Ebernach, am Weinort Ernst mit seinem Wahrzeichen der doppeltürmigen Pfarrkirche St. Salvator im neoromanischen Stil erbaut und an vielen schönen Häusern, teilweise sind es Fachwerkhäuser.

Pfarrkirche

Auf der anderen Uferseite kommen wir an den Aussichtspunkten Winzersruh und Brauselay vorbei, die Pfarrkirche Sankt Remaclus fällt ins Auge, da sie aus rot-bräunlichem Schieferbruchstein errichtet wurde. Am Felssporn der Brauselay steht die Traubenmadonna, eine Statue die über die Schiffe auf der Mosel und die Passanten am Fuß des steilen Hanges wacht. 1934 wurde die Traubenmadonna hoch über der Mosel aufgestellt.

Quelle Internet

Quelle Internet

Skagerrak-Brücke

Zurück am Moselufer dreht das Schiff bei der Skagerrak-Brücke. Die Straßenbrücke führt über die Mosel und verbindet den Ortsteil Cond mit Cochem. Die Skagerrak-Brücke hat eine Länge von 330 m und wurde 1927 eingeweiht. Den Namen verdankt sie der Skagerrakschlacht von 1916.

Brücke Cochem

Reichsburg

Der erste Blick vom Moselufer fällt auf die Reichsburg, die hoch über Cochem liegt. Die Reichsburg mit ihrer tausendjährigen Geschichte ist ein Anziehungspunkt. Die Burg thront über der Mosel. Die Reichsburg kann auch besichtigt werden. Leider war ich zeitlich zu spät und die Burg war bereits geschlossen. Der Blick auf Cochem und die Mosel muss von dort oben herrlich sein. Das ist ein Grund auf jeden Fall noch einmal an die Mosel zu reisen. Weitere Infos zur Reichsburg findest du hier.

Reichsburg Reichsburg

Historische Senfmühle

Zurück von der Schifffahrt führte mein Weg in die Historische Senfmühle. In der Senfmühle wird in Cochem seit 2001 kalt gemahlener Gourmet-Senf in verschiedenen Sorten produziert. Dem Verkaufsladen ist ein Senf-Museum angegliedert.

Senfmuseum Verkaufsladen

Bei einer Führung wurde eindrucksvoll das Kaltmahlverfahren aufgezeigt. Über 500 kg schwere Mühlsteine werden für das Verfahren genutzt, um die ätherischen Öle und natürlichen Inhaltsstoffe des Senfkorns zu erhalten.

Senfmuseum

Beim Eintreten in die Senfmühle liegt der Geruch des Senfes bereits in der Luft, aber das ist kein Vergleich zum Aroma des reinen Senfes, der sich im Bottich des Museums befindet. In diesem Raum wird auch der Senf produziert. Im Verkaufsladen hast du die Möglichkeit, die verschiedenen Sorten kostenlos zu probieren und natürlich auch zu erwerben. Bei der Gelegenheit erwarb ich ein Glas Cayenne-Senf – ein scharfer Grillsenf. Wenn du den Deckel aufmachst, dann riechst du den Unterschied zum industrieellen Senf. Infos und Öffnungszeiten der Historischen Senfmühle findest du hier.

Leider war das Senf-Museum meine letzte Station gewesen. Cochem hat noch viele Plätze, die es zu besuchen gilt. Sicherlich war das nicht mein letzter Besuch an der Mosel gewesen.

Warst du schon einmal in Cochem gewesen? Was muss man noch gesehen haben? Schreib es mir gern in den Kommentaren.

 

Vielen Dank an die Personenschifffahrt Gebr. Kolb, die meinen Ausflug mit der Schifffahrt unterstützt haben. Meine Meinung bleibt davon wie immer unbeeinflusst.

Monreal – die Perle des Elztals

Väter (in meinem Fall war es der Ehemann) möchten ihren Vatertag ja immer gern unter ihresgleichen verbringen. Diesem Wunsch bin ich gern nachgekommen und war am Vatertag in Monreal. Das ist eine kleine Gemeinde, die im Tal der Elz liegt, mit gerade einmal 800 Einwohnern.

Monreal

Monreal ist einer der schönsten Dörfer, die ich bisher gesehen haben. Der Ort hat bereits mehrmals am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilgenommen und wurde in 2004 Bundessieger …. zurecht wie ich finde.

Monreal Monreal Monreal Monreal

Der historische Altstadtkern erstreckt sich einmal der Länge nach durch Monreal. Im Ort fallen einem gleich die vielen schönen Fachwerkhäuser auf.

Monreal Monreal Monreal Monreal

Mitten durch Monreal fließt der Elzbach, über den 3 Steinbrücken führen, sodass man an verschiedenen Stellen auf die andere Seite kommt.

Monreal Monreal Monreal

Zwischen den Häusern findet man auf beiden Seiten immer wieder eine kleine Aussichtsstelle mit Blick auf den Elzbach.

Monreal

Direkt am Elzbach liegt das kleine Café Arenz am Malerwinkel, in dem man bei diesem schönen Wetter auch draußen sitzen kann sofern ein Platz frei ist. Das Angebot reicht von Kuchen, über Tarte bis hin zum Flammkuchen; sogar Antiquitäten sind zu begutachten.

Monreal Monreal Monreal

Zu den eindrucksvollsten Monrealer Sehenswürdigkeiten gehört sicherlich das aus dem 15. Jahrhundert stammende Löwendenkmal auf der mittleren Elzbrücke. Die vier in Basalt gehauenen Löwen zählen wegen ihrer Einzigartigkeit zu den bedeutendsten Denkmälern des Rheinlandes.

Monreal Monreal

Genau gegenüber steht die Statue des Heiligen Johannes von Nepomuk. Er war ein böhmischer Priester und Märtyrer. Er wurde 1729 von Papst Benedikt XIII. heiliggesprochen und gilt als „Brückenheiliger“ und Patron des Beichtgeheimnisses.

Monreal

In Monreal gibt es noch das „Alte Pfarrhaus“ …

Monreal Monreal Monreal

… den Jakobsweg von Monreal nach Moselkern. Dieser beginnt in Bonn und hat eine Gesamtlänge von 105 km, wenn man in Moselkern ankommt …

Monreal

… schöne Hauseingangsdekoration …

Monreal

… interessanter „Hausschmuck“ …

Monreal

… ein altes Förderband über einer Garage …

Monreal

… dekorative „Hangbepflanzung“ 🙂   …

Monreal

… die Dreifaltigkeitskirche im Stil der Gotik …

Monreal

… und die Friedhofskapelle St. Georg.

Monreal

Oberhalb von Monreal liegen die Ruinen der Löwen- und Philipps-Burg, die man schon gut vom Ort aus sehen kann. Der Aufstieg zu beiden Burgen ist von Monreal aus möglich und wenn man am Ortsende den Weg einschlägt (ist ausgeschildert) sind es nur ca. 400 m.

Löwenburg

Löwenburg

Löwenburg

Löwenburg

Philippsburg

Philippsburg

Philippsburg

Philippsburg

Rund um Monreal gibt es viele Wanderwege unter anderem auch den Eifel-Traumpfad „Monrealer Ritterschlag“, der im Ortskern am Alten Pfarrhaus beginnt und über beide Burgruinen einmal um Monreal herum führt. Man kann aber auch den direkten Aufstieg wählen. Von der Ruine der Löwenburg hat man einen tollen Blick auf Monreal und auf die Ruine der Philippsburg.

Monreal Monreal

Ruine der Philippsburg

Ruine der Philippsburg

Ruine der Löwenburg

Ruine der Löwenburg

Ruine der Löwenburg

Ruine der Löwenburg

Ruine der Löwenburg

Ruine der Löwenburg

 

Den Tipp mit einem Ausflug nach Monreal habe ich bei Jana von Sonne und Wolken gelesen. Vielen Dank Jana. Ich kann es nur bestätigen, Monreal ist eines der schönsten Dörfer und auf jeden Fall einen Ausflug wert.

Wart ihr schon einmal in Monreal? Was hat euch am besten gefallen?

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